Update einiger Friedens-Termine in Wien – Sei dabei!
Die Plattform „Stimmen für Neutralität, Frieden und Soziale Gerechtigkeit“ ruft auf zu einer Demonstration vor den Toren der Firma Rheinmetall in Wien Liesing.
Treffpunkt: Samstag 21.6.2025, 14.00, 1230 Wien, Brunnerstrasse 44-50 (vor den Büros von Rheinmetall) – zur Vergrößerung Bild in eigenem Tab öffnen
Der Streit um OpenAI zeigt eine größere Frage: Soll künstliche Intelligenz vor allem Konzernen nützen oder dem Gemeinwohl dienen?
Der Prozess um ChatGPT ist mehr als ein Streit zwischen Milliardären. Er zeigt:
Warum künstliche Intelligenz nicht nur schneller, billiger und mächtiger werden darf, sondern demokratisch kontrolliert, gemeinwohlorientiert und friedensfähig sein muss.
Elon Musk klagt gegen OpenAI, die Firma hinter ChatGPT. Es geht um Geld, Macht, Kontrolle und die Frage, ob künstliche Intelligenz dem Gemeinwohl dienen soll oder vor allem privaten Konzernen. Für Nutzerinnen und Nutzer ändert sich kurzfristig wenig. Für Demokratie, Frieden, Bildung, Medien und globale Gerechtigkeit steht aber viel auf dem Spiel.
Millionenshow für Friedensfans: 18, 21, 39 oder 52 – Warum Sicherheit oft klüger ist als Säbelrasseln?
Wie viele Länder kommen heute ohne Militär aus – 18, 21, 39 oder 52?
Quizfrage mit politischer Sprengkraft: Warum mehrere Antworten zugleich halb richtig wirken – und was Länder ohne Armee seit 1945 tatsächlich erlebt haben
Wer bei einer Quizshow sitzt, lernt schnell: Oft ist nicht die lauteste Antwort die richtige, sondern die sauberste. Genau so ist es bei der Frage, wie viele Länder heute ohne Militär auskommen. Je nach Zählung kursieren unterschiedliche Zahlen. Wer nur souveräne Staaten zählt, landet meist bei 21. Wer Staaten und Territorien zusammen zählt, kommt häufig auf 39. Deshalb wirken Zahlen wie 18, 21, 36, 39 oder sogar 52 manchmal plausibler, als sie auf den ersten Blick aussehen.
Die SJ Wien ruft am 30. April zu einem offenen Fackelzug für Frieden auf. Nach 5.500 Teilnehmenden im Vorjahr könnte Wien erneut ein starkes Zeichen gegen Aufrüstung setzen.
SPÖ-Jugend ruft zu offenem Friedensfackelzug in Wien Kann der 30. April zum Signal werden, dass Frieden, Abrüstung und Nachhaltigkeit wieder mehrheitsfähig werden?
Was in der Kriegsberichterstattung oft untergeht: Selbst vorsichtige Schätzungen zeigen ein Menschendrama von gewaltigem Ausmaß. Exakte Opferzahlen bleiben umkämpft. Doch die Größenordnung ist längst so erschütternd, dass niemand mehr von einem „normalen“ Krieg sprechen kann. Grundlage dieses Beitrags ist eine Zusammenstellung von Pazifist Becker die er mir kürzlich übermittelte. Ich habe daraus eine Grafik produziert:
Aus einem Aufruf von anfangs mehr als 800 Organisationen ist laut Kampagnenseite inzwischen ein Netzwerk mit 2042 Unterzeichnern geworden. Einer davon bin ich. Die Bewegung wendet sich gegen den Kurs der EU, über Readiness 2030 und das SAFE-Instrument Hunderte Milliarden Euro für militärische Fähigkeiten zu mobilisieren.
Die eigentliche Frage lautet aber nicht nur:
Wer ist dafür und wer dagegen?
Sondern: Welche Behauptungen kursieren auf allen Seiten, welche Tricks werden benutzt, was ist nachprüfbar, wer profitiert wirklich und wie könnte eine vernünftigere Friedenspolitik für Europa und Eurasien aussehen?
Heute ist der internationale Hias-Reichl-Day. Mit Matthias Reichl ist am 5. Jänner 2026 ein wichtiger österreichischer Friedensarbeiter, Radiomacher und Mitgründer des Begegnungszentrums für aktive Gewaltlosigkeit gestorben. Er ist am vor 84 Jahren am 9. April 1942 geboren. Und heute ist:
Join our Launch Event on Zoom on April 9 (13:00 CEST) to learn, connect, and take action. We’ll present our toolkit, where you’ll find dozens of …
Das hätte Hias wohl gefallen.
Ich kannte Hias seit über 40 Jahren. Wir haben uns im Begegnungszentrum damals auf den Internationen Gewaltfreien Marsch in den Niederlanden vorbereitet. Es war eine der Blütezeiten der Friedensbewegung in Europa. Ich wollte noch auf sein Begräbnis fahren; sofort einen Nachruf schreiben; Aber die Zeitgeschichte und ihre Irren rasen dahin, dass ich bei Kräften bleiben muss, wenn ich noch erleben will wie nicht die Friedensfreunde, sondern die Kriegsirren sterben. Nun stieß bei Grabungen am Schreibtisch wieder auf einen Notiz und habe überlegt wie ich Hias dennoch anmessen würdigen kann.
Morgen ist der 4. Digital Independence Day (DI.Day) oder auch Digitale Unabhängigkeitstag (DUT).
Dass Europa sich von internationalen Plattformen, wie Meta, Google, Apple, Microsoft und Amazon unabhängig macht, ist aus verschiedenen Gründen ein Beitrag zum Frieden. Und dazu gehört nicht nur
die digitale Souveränität der einzelnen Staaten bzw. der EU, sondern auch
die Unabhängigkeit und Kompetenz der einzelnen Bürgerinnen und Bürger.
Denn je weniger Bürger:innen auf diese Plattformen angewiesen sind und desto besser sie sie durchschauen, desto weniger ist Europa erpressbar und manipulierbar.
Im Bruno Kreisky Forum sprach Andrej Kurkow im November 2024 über den Alltag im Krieg. Am 4. April 2026 wirkt dieses Gespräch nicht alt, sondern erschreckend gegenwärtig: Die russische Vollinvasion dauert seit 1500 vergangenen Tagen, zählt man den heutigen Tag mit, ist es Kriegstag 1500. Rechnet man ab dem von der Ukraine markierten Beginn der russischen Aggression im Februar 2014, sind es 4426 vergangene Tage täglicher Tot und Verderben, mit heutigem Tag 4426.
Manchmal altern politische Gespräche schnell. Dieses nicht. Als Andrej Kurkow am 22. November 2024 in Wien mit Tessa Szyszkowitz über sein Buch „Im täglichen Krieg“ sprach, war das schon ein starkes Zeitzeugnis. Heute ist es mehr: ein Dokument dafür, wie Krieg sich nicht nur durch Landschaften, sondern durch Schlafzimmer, Theaterabende, Freundschaften, Sprache und Nervenbahnen frisst. Gerade weil Europa sich an diesen Krieg zu gewöhnen droht, sollte man dieses Wiener Gespräch jetzt noch einmal hören.
Während fast überall wieder mehr Waffen, mehr Abschreckung und mehr Kriegslogik als angebliche Lösung verkauft werden, regt sich auch in Wien Widerspruch. Im April 2026 gibt es mehrere Gelegenheiten, Menschen zu treffen, die auf Neutralität, Friedenspolitik, Abrüstung und zivilen Widerstand setzen. Die vier öffentlich angekündigten April-Termine wurden in den aktuellen Einträgen von Stimmen für Neutralität und Österreich ohne Armee veröffentlicht; die Podiumsdiskussion am 30. April wird zusätzlich vom Versöhnungsbund Österreich angekündigt.
Die NATO knirscht, Europas Eliten reden sich in neuen Rüstungsrausch hinein, und wer für Frieden, Neutralität und Abrüstung eintritt, gilt schnell als weltfremd. Gerade deshalb lohnt der Blick auf Wien: Auch hier gibt es im April 2026 Menschen, die aus dem organisierten Wahnsinn aussteigen wollen.