friedensnews.at
Stellt die Friedensfragen!

Wenn Waffen schneller genehmigt werden als Windräder

Erstellt am 11.06.2026 von Andreas Hermann Landl
Politisches Symbolbild: Rüstungsprojekte werden in der EU schneller genehmigt, während Windräder, Klimaschutz und soziale Sicherheit warten müssen.

Die EU beschleunigt nach 4 Jahren Krieg Rüstungsprojekte 2026. Das sollte Europa alarmieren, weil 11 Jahre nach dem Pariser Nachhaltigkeits-Gipfel klar wird, welche Lobbys zu schnell und welche zu langsam arbeiten.

Am 10. Juni 2026 meldete Ö1 im Abendjournal die EU-Einigung auf Schnellverfahren für die Rüstungsindustrie. Was bürokratisch klingt, ist politisch hoch brisant: Genehmigungen für verteidigungsindustrielle Projekte sollen künftig massiv beschleunigt werden. Nach Angaben des Europäischen Parlaments sollen Entscheidungen grundsätzlich binnen 42 Arbeitstagen nach vollständigem Antrag fallen. In Ausnahmefällen kann verlängert werden, insgesamt aber höchstens auf 102 Arbeitstage. Unter bestimmten Bedingungen kann sogar eine stillschweigende Genehmigung greifen, wenn Behörden nicht rechtzeitig entscheiden.

Quelle: Europäisches Parlament, Pressemitteilung vom 10. Juni 2026:
https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20260608IPR44910/meps-strike-a-deal-to-strengthen-europe-s-defence-readiness

  • Das ist mehr als ein kleines Verwaltungsdetail. Es zeigt, was Europa kann, wenn die Eliten politisch wirklich wollen:
    kurze Fristen
  • zentrale Verfahren
  • weniger Bürokratie
  • klare Priorität
  • massive öffentliche Unterstützung.

Genau das hätte man sich seit spätestens 2015 für Windräder, Stromnetze, Speicher, Bahnausbau, Gebäudesanierung, Hitzeschutz, Pflege, Bildung und leistbares Wohnen gebraucht.
Dort hieß es jahrelang:

  • zu kompliziert
  • zu teuer
  • zu viele Zuständigkeiten
  • zu viele Verfahren
  • leider kein Geld
  • leider müssen wir jetzt stattdessen aufrüsten – auf Teufel komm raus.

Für Rüstung wird plötzlich der rote Teppich ausgerollt über die Bürgerinnen hinweg.

Das ist der politische Skandal. Nicht, weil Europa keine Verteidigung braucht. Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine ist real. Die Angst in Ost- und Nordeuropa ist nicht eingebildet. Die Ukraine braucht Schutz. Europa muss erpressungsfester werden.

Aber genau deshalb darf Sicherheit nicht auf Rüstung verengt werden.

Europa verwechselt derzeit Verteidigung mit Aufrüstung.

Verteidigung schützt Menschen, Infrastruktur, Demokratie und Zukunft.

Aufrüstung schützt oft zuerst Budgets, Konzerne und Karrieren. Wer nur Waffen schneller genehmigt, aber Windräder, Bahn, Netze, Pflege, Bildung und sozialen Zusammenhalt weiter im Wartesaal sitzen lässt, verteidigt das falsche Europa.

Der Kassandra-Moment

Für eine friedensjournalistische Analyse ist das ein Kassandra-Moment. Nicht überraschend ist das Unerhörte. Unerhört ist, dass es so lange vorhersehbar war.

Jahrelang wurde vor fossiler Abhängigkeit, sozialer Spaltung, Klimakrise, Militarisierung und rechtsextremer Verwertung von Angst gewarnt. Vieles davon wurde abgetan: zu alarmistisch, zu pazifistisch, zu grün, zu naiv, zu unbequem.

Jetzt wird sichtbar: Die Warnungen waren nicht zu laut. Die politische Reaktion war viel zu leise und viel zu wenig unbequem für die Nutznießer:innen der Pfründe.

Putin bedroht Europa nicht nur militärisch. Putin steht auch für ein politisches Modell:
autoritär, fossil, nationalistisch, patriarchal, medienfeindlich, demokratieverachtend.

Wer Europa gegen Putin verteidigen will, darf daher nicht nur Panzer, Drohnen und Munition zählen.
Er oder sie muss auch fragen: Wie widerstandsfähig sind unsere Gesellschaften?

  • Sind unsere Stromnetze sicher?
  • Sind unsere Krankenhäuser krisenfest?
  • Sind unsere Gemeinden handlungsfähig?
  • Sind unsere Medien vertrauenswürdig?
  • Sind unsere Schulen stark genug gegen Desinformation?
  • Ist Wohnen leistbar?
  • Bleibt die Demokratie glaubwürdig?
  • Können Menschen mit Zuversicht in die Zukunft blicken?

Wenn die Antwort nein lautet, hilft kein noch so schnelles Rüstungsverfahren.

Die gefährliche und überholte Logik des Ausnahmezustands

Die neue europäische Sicherheitslogik folgt einem gefährlichen Muster: Aus realer Gefahr wird ein polit-theologischer Dauer-Ausnahmezustand. Aus Geheimdienstwarnungen über mögliche russische Fähigkeiten bis 2029 oder 2030 wird ein Blankoscheck. Aus Verteidigung wird ein Aufrüstungsprogramm ohne erkennbare Exit-Strategie.

Natürlich ist Russland gefährlich. Aber Russland ist nicht allmächtig. Der Ukrainekrieg hat die russische Armee schwer beschädigt. Russland hat enorme Verluste erlitten. Gleichzeitig rüstet Moskau weiter, produziert, mobilisiert, destabilisiert und setzt auf Desinformation, Sabotage, Energieerpressung und politische Spaltung.

Die richtige Antwort darauf wäre nicht – koste es was es wolle – Covid-Blindflug, sondern Klugheit.

Europa braucht Verteidigungsfähigkeit. Aber Europa braucht vor allem umfassende Sicherheitsfähigkeit. Dazu gehören Energieunabhängigkeit, Klimaschutz, soziale Stabilität, zivile Resilienz, Diplomatie, demokratische Bildung, Schutz kritischer Infrastruktur und Kontrolle der Rüstungsausgaben.

Was Europa jetzt macht, sieht zu oft anders aus: schneller für Waffen, langsamer für Zukunft.

Rechtsextreme profitieren von der falschen Sicherheitspolitik

Der Rechtsruck in Europa ist kein Randthema dieser Debatte. Er ist eines ihrer Warnsignale.

Wo Angst wächst, wächst autoritäre Politik. Wo Sozialstaaten ausgehöhlt werden, wächst Wut. Wo Klimapolitik verzögert wird, wachsen neue Krisen. Wo demokratische Parteien nur noch in Bedrohungsbildern sprechen, übernehmen Rechtsextreme die Sprache der Angst.

Das ist besonders absurd: Europa rüstet gegen Putin auf, während in vielen Ländern jene Kräfte stärker werden, die mit Putins Weltbild sympathisieren oder mit seiner Propaganda, seinen Feindbildern und seinen Netzwerken taktisch spielen.

Eine Sicherheitsstrategie, die Putin außen bekämpft, aber innen die sozialen und demokratischen Schutzmauern schwächt, ist keine gute Sicherheitsstrategie. Sie bekämpft die Panzer und düngt zugleich die Parteien des Autoritarismus.

Wirtschaftliche und ökologische Landesverteidigung

Österreich kennt im Prinzip einen besseren Begriff: umfassende Landesverteidigung. Sie umfasst nicht nur militärische, sondern auch zivile, geistige und wirtschaftliche Landesverteidigung.

Genau hier müsste Europa ansetzen.

Warum nicht ein Milliardenprogramm für wirtschaftliche und ökologische Landesverteidigung?

Nicht als grünes Tarnprogramm. Sondern als echte Sicherheitsstrategie.

Ein solches Programm müsste finanzieren:

  • Energieunabhängigkeit durch erneuerbare Energien, Speicher und sichere Netze.
  • Blackout-Schutz für Gemeinden, Krankenhäuser, Wasserwerke, Pflegeeinrichtungen und Einsatzorganisationen.
  • Schutz kritischer Infrastruktur vor Sabotage, Cyberangriffen und Extremwetter.
  • Bahn, öffentliche Mobilität und krisenfeste Logistik.
  • Lebensmittel-, Wasser- und Medikamentensicherheit.
  • Hitzeschutz, Hochwasserschutz und Klimaanpassung.
  • Bildung, Medienkompetenz und Demokratieresilienz gegen Desinformation.
  • Pflege, Wohnen und soziale Sicherheit als Schutz vor autoritärer Verführung.

Das wäre keine romantische Friedenspolitik. Das wäre nüchterne Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert.

Denn ein Land ist nicht gut verteidigt, wenn es mehr Munition hat, aber seine Stromversorgung, seine Krankenhäuser, seine Gemeinden und seine sozialen Sicherungen verwundbar bleiben.

Was echte Sicherheit bedeutet

Die Frage lautet nicht: Verteidigung oder keine Verteidigung.

Die Frage lautet: Welche Verteidigung schützt wirklich das Leben?

Wenn Europa Waffen schneller genehmigt als Windräder, verrät es seine Prioritäten. Wenn Rüstung in 42 Arbeitstagen beschleunigt wird, während Klimaschutz, Pflege, Wohnen und Bildung seit Jahren im Verfahren stecken, dann ist das keine Naturgesetzlichkeit. Es ist politische Entscheidung.

Europa beweist gerade, dass es schnell handeln kann. Die Tragödie ist: Es handelt am schnellsten dort, wo es die Zukunft am wenigsten rettet.

Die klügste Antwort auf Putin wäre ein Europa, das militärisch nicht erpressbar, energetisch unabhängig, sozial stabil, demokratisch stark und klimatisch zukunftsfähig wird.

Die dümmste Antwort wäre ein Europa, das sich aufrüstet und dabei jene Gesellschaft zerstört, die es angeblich verteidigen will.

Sicherheit entsteht nicht durch mehr Waffen allein. Sicherheit entsteht durch zukunftsfähige Politik.

Frieden. Klima. Sozial gerecht. Demokratisch.

Das ist die Verteidigung, die Europa braucht.

Hero-Bild-Vorschlag für WordPress:

Dateiname:
waffen-schneller-als-windraeder-eu-ruestung-schnellverfahren-friedensnews.jpg

Alt-Text:
Politisches Symbolbild: Rüstungsprojekte werden in der EU schneller genehmigt, während Windräder, Klimaschutz und soziale Sicherheit warten müssen.

Caption:
Wenn Waffen schneller genehmigt werden als Windräder, zeigt Europa seine wahren Prioritäten. Sicherheit braucht mehr als Rüstung: Energieunabhängigkeit, Demokratie, Sozialstaat und Klimaschutz.

Meta-Beschreibung:
Die EU beschleunigt Genehmigungen für Rüstungsprojekte. Warum das ein Kassandra-Moment ist und Europa wirtschaftliche und ökologische Landesverteidigung braucht.

 

Posted in Conversion, Deutschland, Europa, Friedensorganisation, Friedenspädagogik, Friedenspolitik, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Krisenregion, Menschenrecht, Mitwelt, Österreich, Russland, Schweiz, Slovenien, Slowakei, Tipp, Umwelt, Unfrieden, USA, Waffenhandel, Weltanschauungen, Wirtschaft | No Comments »

Schamlos friedlich: Wie Österreich die EU-Rüstungsausnahme für echte Sicherheit nutzen kann

Erstellt am 09.06.2026 von Andreas Hermann Landl
Symbolisches Teaserbild: Österreich zwischen Krieg und Zukunft. Soldat*innen und Zivilgesellschaft verbinden Verteidigung, Cyberabwehr, Energie, Wasser, Bildung, soziale Sicherheit und Frieden zu umfassender Sicherheit statt bloßer Aufrüstung.
Echte Sicherheit schützt Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen: durch Bildung, Cyberabwehr, Energieunabhängigkeit, Wasser, soziale Sicherheit, Friedensfähigkeit und kluge soziale Verteidigung.

Wenn Milliarden für „Verteidigung“ plötzlich EU-konform sind dürfen wir sie nicht phantasielos in Rüstungs-Ladenhüter stecken.

Ein neutrales Land muss Sicherheit und Friedenspolitik viel breiter denken: Bildung, Forschung, Energie, Cyberabwehr, Katastrophenschutz, Naturschutz, soziale Stabilität und Friedensdiplomatie schützen die Menschen im 21. Jahrhundert in der Regel direkter und nachhaltiger als neue Waffensysteme.

Österreich, Deutschland und die EU, die Großmächte haben schon die falsche Weggabelungen Richtung Rüstungswettlauf genommen. Die österreichische Regierung hat nun ein Doppelbudget beschlossen, das sparen soll bei der menschlichen Sicherheit. Im EU-Leo wachsen die schulden-finanzierten Verteidigungsbudgets kräftigst und das wird mit Zinses-Zinsen einen Rüstungsschulden-Kollaps nach sich ziehen, den Europa nicht einmal 1945 gesehen oder am Höhepunkt des kalten Krieges gesehen hat.

lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Conversion, Deutschland, Europa, Friedensarbeit, Friedenskultur, Friedensorganisation, Friedenspädagogik, Friedenspolitik, Friedenspsychologie, Friedensstifter, Friedensstifterin, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Menschenrecht, Mitwelt, Österreich, Peacebuilding, Russland, Schweiz, Tipp, Umwelt, Unfrieden, Völkerrecht, Weltanschauungen, Wirtschaft | No Comments »

Friedenslogik statt Sicherheitslogik: Warum dieses Dossier heute noch wichtiger ist als 2014

Erstellt am 08.06.2026 von Andreas Hermann Landl

Eine Rezension des W&F-Dossiers 75 über Friedensdenken, zivile Konfliktbearbeitung und die Frage, warum echte Sicherheit nicht aus Angst, Aufrüstung und Feindbildern entsteht.

Das Dossier „Friedenslogik statt Sicherheitslogik“ erschien 2014. Heute, in Zeiten neuer Aufrüstung, Ukrainekrieg, Gaza-Krieg, geopolitischer Blockbildung und wachsender Angstpolitik, liest es sich wie ein Warntext aus der nahen Zukunft. Seine zentrale Fragen und Antworten bleiben hochaktuell:
Macht uns Sicherheitslogik wirklich sicher oder treibt sie uns immer tiefer in Unsicherheit?

Rezension

lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Conversion, Deutschland, Entwicklung, Ethik, Europa, Friedensarbeit, Friedensbewegung, Friedensexport, Friedensforschung, Friedensgemeinde, Friedenskultur, Friedensorganisation, Friedenspädagogik, Friedenspolitik, Friedenspsychologie, Friedensstifter, Friedensstifterin, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Krisenregion, Menschenrecht, Mitwelt, Österreich, Peacebuilding, Rezension, Tipp, Umwelt, Unfrieden, Wirtschaft | No Comments »

Friedens-Termine in Wien

Erstellt am 02.06.2026 von Andreas Hermann Landl

Update einiger Friedens-Termine in Wien – Sei dabei!

Demo gegen das nächste Budget des sozialen Kahlschlags

Auftakt: 10. Juni 2026, 17 Uhr, Christian-Broda-Platz, Wien
Schlusskundgebung: ca. 19 Uhr, Heldenplatz

Treffpunkt für Versöhnungsbund-Menschen (und solche, die mit uns gemeinsam gehen wollen): 16:50 Uhr, Mariahilfer Str. 124 vor dem „BackWerk“

„Am 10.07. will die Bundesregierung vom Nationalrat ein neues Zwei-Jahres-Budget des sozialen Kahlschlags beschließen lassen. Gleichzeitig wird bei sinnlosen und teilweise ökologisch bedenklichen Infrastrukturprojekten wie neuen Autobahnen und Schnellstraßen ebenso wie bei der horrenden, angeblich notwendigen Aufrüstung kein Cent eingespart. Gekürzt wird also nur bei uns.

Wo genau, werden wir schon am 10.06. ziemlich genau wissen, da der Finanzminister an diesem Tag die Budgetrede im Nationalrat hält…

Wir fordern daher:

  • ein Nullbudget für Aufrüstung
  • den sofortigen Stopp unökologischer Verkehrsprojekte für den Individualverkehr und die Umwidmung der dafür vorgesehenen Mittel für einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und dessen Verbilligung bis dieser immer billiger und billiger wird
  • die Einführung einer progressiven Vermögens- und Erbschaftssteuer 
  • die Abschaffung des Steuerprivilegs für Kapitaleinkommen – diese wie z.B. Gewinne oder Einkommen aus Privatstiftungen müssen genauso wie Einkommen aus Arbeit besteuert werden
  • einen  Krisenkonsolidierungsbeitrag für Spitzenverdiener*innen
  • die vollständige Abschöpfung von Über- und Spekulationsgewinnen“
lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Europa, Friedensbewegung, Friedenskultur, Friedenspolitik, Gewaltprävention, Global, Österreich, Termine, Tipp, Unfrieden, Wien | No Comments »

40 Jahre Tschernobyl: Warum Atomenergie, Krieg und Neutralität zusammengehören

Erstellt am 27.05.2026 von Andreas Hermann Landl
Symbolbild zu 40 Jahre Tschernobyl: Atomkraftwerk, Warnzeichen, Friedenstaube und Hinweis auf Neutralität und demokratische Energiewende.
Vierzig Jahre nach Tschernobyl bleibt die Frage aktuell: Wie hängen Atomenergie, Krieg, Demokratie, Neutralität und soziale Sicherheit zusammen?

Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie und Krieg stellen Videos einer Wiener Podiumsdiskussion online. Die Botschaft: Tschernobyl ist nicht vorbei. Und im Krieg wird Atomkraft noch gefährlicher.

Vierzig Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl erinnern Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie und Krieg daran, dass Atomenergie nie nur eine technische Frage war. Sie ist auch eine Frage von Demokratie, Krieg, Frieden, Sozialstaat und Neutralität. Die Videos einer Wiener Podiumsdiskussion mit Helga Kromp-Kolb, Nikolaus Müllner und Wilfried Leisch sind nun online abrufbar.

Am 26. April 1986 explodierte Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es war einer der schwersten Technik- und Politikunfälle der Moderne.

lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Conversion, Europa, Friedensarbeit, Friedensbewegung, Friedensexport, Friedensorganisation, Friedenspädagogik, Friedenspolitik, Friedensstifter, Friedensstifterin, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Krisenregion, Menschenrecht, Mitwelt, Österreich, Peacebuilding, Russland, Südosteuropa, Tipp, Umwelt, Unfrieden, Völkerrecht, Weltanschauungen, Wien, Wirtschaft | No Comments »

Musk gegen OpenAI: Was der Prozess um ChatGPT für Nutzer, Demokratie und Frieden bedeutet

Erstellt am 08.05.2026 von Andreas Hermann Landl
Der Streit um OpenAI zeigt eine größere Frage:
Soll künstliche Intelligenz vor allem Konzernen nützen oder dem Gemeinwohl dienen?

Der Prozess um ChatGPT ist mehr als ein Streit zwischen Milliardären.
Er zeigt:

Warum künstliche Intelligenz nicht nur schneller, billiger und mächtiger werden darf,
sondern demokratisch kontrolliert, gemeinwohlorientiert und friedensfähig sein muss.

Elon Musk klagt gegen OpenAI, die Firma hinter ChatGPT. Es geht um Geld, Macht, Kontrolle und die Frage, ob künstliche Intelligenz dem Gemeinwohl dienen soll oder vor allem privaten Konzernen. Für Nutzerinnen und Nutzer ändert sich kurzfristig wenig. Für Demokratie, Frieden, Bildung, Medien und globale Gerechtigkeit steht aber viel auf dem Spiel.

lesen sie mehr »
 

Posted in Uncategorized | No Comments »

18, 21, 39 oder 52? Die Millionenshow-Frage, die Europas Aufrüstungslogik bloßstellt

Erstellt am 04.05.2026 von Andreas Hermann Landl
Illustration einer friedlichen Quizshow-Bühne vor einer Weltkarte. Auf einer großen Anzeigetafel steht die Frage „Wie viele Länder kommen ohne Militär aus?“ mit den Antwortfeldern 18, 21, 39 und 52. Rund um die Bühne sind Symbole für zivile Sicherheit zu sehen, darunter Friedenstauben, Handschlag, Vertrag, Küstenwache, Polizei und UNO-Gebäude. Im Vordergrund sitzt ein interessiertes Publikum. Unten auf dem Pult steht der Satz „Sicherheit braucht mehr als Waffen“.
Millionenshow für Friedensfans: 18, 21, 39 oder 52 – Warum Sicherheit oft klüger ist als Säbelrasseln?

Wie viele Länder kommen heute ohne Militär aus – 18, 21, 39 oder 52?

Quizfrage mit politischer Sprengkraft: Warum mehrere Antworten zugleich halb richtig wirken – und was Länder ohne Armee seit 1945 tatsächlich erlebt haben

Wer bei einer Quizshow sitzt, lernt schnell: Oft ist nicht die lauteste Antwort die richtige, sondern die sauberste. Genau so ist es bei der Frage, wie viele Länder heute ohne Militär auskommen. Je nach Zählung kursieren unterschiedliche Zahlen. Wer nur souveräne Staaten zählt, landet meist bei 21. Wer Staaten und Territorien zusammen zählt, kommt häufig auf 39. Deshalb wirken Zahlen wie 18, 21, 36, 39 oder sogar 52 manchmal plausibler, als sie auf den ersten Blick aussehen.  

lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Deutschland, Friedenskultur, Friedenspädagogik, Friedensstruktur, Gewaltprävention, Global, Kultur, Menschenrecht, Mitwelt, Österreich, Tipp, Völkerrecht, Weltanschauungen, Witz & Humor | No Comments »

Iran-Krieg: größte fossile Multi-Krise der Geschichte durch Aufrüstung und Krieg: Warum der Wiener Friedensfackelzug jetzt wichtiger ist als je zuvor

Erstellt am 21.04.2026 von Andreas Hermann Landl
Ankündigung des Wiener Fackelzugs für Frieden am 30. April 2026 unter dem Motto „Nieder mit den Waffen“.
Die SJ Wien ruft am 30. April zu einem offenen Fackelzug für Frieden auf. Nach 5.500 Teilnehmenden im Vorjahr könnte Wien erneut ein starkes Zeichen gegen Aufrüstung setzen.  

SPÖ-Jugend ruft zu offenem Friedensfackelzug in Wien
Kann der 30. April zum Signal werden, dass Frieden, Abrüstung und Nachhaltigkeit wieder mehrheitsfähig werden?

lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Friedensbewegung, Friedensexport, Friedensgemeinde, Friedenskultur, Friedenspolitik, Friedensstifter, Friedensstifterin, Gewaltprävention, Global, Menschenrecht, Mitwelt, Nahost, Österreich, Russland, Termine, Tipp, Unfrieden, USA, Weltanschauungen, Wien, Wirtschaft, Zivilcourage | 1 Comment »

Ukrainekrieg bis heute: Hunderttausende Tote, Zehntausende Vermisste, mehr als eine Million Verwundete

Erstellt am 17.04.2026 von Andreas Hermann Landl
Mensch schaut auf Symbolbild Kriegszerstörungen in der Ukraine und Russland vom 24.2.2022 bis 17.4.2026 - Miltärische Verluste, Zivile Opfer, Vermisste, Zahlen Quellen, Analyse - Hinter jeder Zahl stehen Menschen und Millionen unerwünschte Schicksale.

Was in der Kriegsberichterstattung oft untergeht: Selbst vorsichtige Schätzungen zeigen ein Menschendrama von gewaltigem Ausmaß. Exakte Opferzahlen bleiben umkämpft. Doch die Größenordnung ist längst so erschütternd, dass niemand mehr von einem „normalen“ Krieg sprechen kann. Grundlage dieses Beitrags ist eine Zusammenstellung von Pazifist Becker die er mir kürzlich übermittelte.  Ich habe daraus eine Grafik produziert:

lesen sie mehr »
 

Posted in Friedensforschung, Friedensjournalismus, Friedenspädagogik, Menschenrecht, Russland, Unfrieden, Weltanschauungen | 2 Comments »

Die Wieder-Aufrüstung in Europa stoppen heißt den organisierten Wahnsinn stoppen

Erstellt am 10.04.2026 von Andreas Hermann Landl

StopRearmEurope – Mission Impossible

Aus einem Aufruf von anfangs mehr als 800 Organisationen ist laut Kampagnenseite inzwischen ein Netzwerk mit 2042 Unterzeichnern geworden. Einer davon bin ich. Die Bewegung wendet sich gegen den Kurs der EU, über Readiness 2030 und das SAFE-Instrument Hunderte Milliarden Euro für militärische Fähigkeiten zu mobilisieren.

Die eigentliche Frage lautet aber nicht nur:

  • Wer ist dafür und wer dagegen?
  • Sondern: Welche Behauptungen kursieren auf allen Seiten, welche Tricks werden benutzt, was ist nachprüfbar, wer profitiert wirklich und wie könnte eine vernünftigere Friedenspolitik für Europa und Eurasien aussehen? 
lesen sie mehr »
 

Posted in Abrüstung, Global | 1 Comment »

« Previous Entries