Trauma ist kein Modewort, aber auch keine einfache Erklärung für alles. Die ARTE-Dokumentation zeigt, warum seelische Verletzungen tiefer wirken können, als viele glauben – und warum eine friedlichere Gesellschaft traumabewusster werden muss.
Wenn heute von Trauma die Rede ist, denken viele zuerst an Krieg, Vergewaltigung, Folter, schwere Unfälle oder Naturkatastrophen. Das ist richtig, aber nicht vollständig. Die ARTE-Dokumentation „Schlummert in jedem ein Trauma?“ aus der Reihe „42 – Die Antwort auf fast alles“ stellt eine Frage, die viele Menschen berührt: Kann Trauma auch leise entstehen? Durch fehlende Sicherheit, emotionale Kälte, dauernde Angst, Vernachlässigung oder frühe Erfahrungen, die ein Kind nicht einordnen kann? Die Sendung wurde für den 21. Juni 2026 angekündigt, dauert 28 Minuten und ist laut ARTE bis 19. Juni 2029 verfügbar.
Wenn Waffen schneller genehmigt werden als Windräder, zeigt Europa seine wahren Prioritäten. Sicherheit braucht mehr als Rüstung: Energieunabhängigkeit, Demokratie, Sozialstaat und Klimaschutz.
Die EU beschleunigt nach 4 Jahren Ukraine-Krieg alle Rüstungsprojekte. Das sollte uns alarmieren, weil 11 Jahre nach dem Pariser Nachhaltigkeits-Gipfel klar wird,
welche Lobbys zu schnell und
welche zu langsam arbeiten.
Am 10. Juni 2026 meldete Ö1 im Abendjournal die EU-Einigung auf Schnellverfahren für die Rüstungsindustrie. Was bürokratisch klingt, ist politisch hoch brisant: Genehmigungen für verteidigungsindustrielle Projekte sollen künftig massiv beschleunigt werden. Nach Angaben des Europäischen Parlaments sollen Entscheidungen grundsätzlich binnen 42 Arbeitstagen nach vollständigem Antrag fallen. In Ausnahmefällen kann verlängert werden, insgesamt aber höchstens auf 102 Arbeitstage. Unter bestimmten Bedingungen kann sogar eine stillschweigende Genehmigung greifen, wenn Behörden nicht rechtzeitig entscheiden.
Echte Sicherheit schützt Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen: durch Bildung, Cyberabwehr, Energieunabhängigkeit, Wasser, soziale Sicherheit, Friedensfähigkeit und kluge soziale Verteidigung.
Wenn Milliarden für „Verteidigung“ plötzlich EU-konform sind dürfen wir sie nicht phantasielos in Rüstungs-Ladenhüter stecken.
Ein neutrales Land muss Sicherheit und Friedenspolitik viel breiter denken: Bildung, Forschung, Energie, Cyberabwehr, Katastrophenschutz, Naturschutz, soziale Stabilität und Friedensdiplomatie schützen die Menschen im 21. Jahrhundert in der Regel direkter und nachhaltiger als neue Waffensysteme.
Österreich, Deutschland und die EU, die Großmächte haben schon die falsche Weggabelungen Richtung Rüstungswettlauf genommen. Die österreichische Regierung hat nun ein Doppelbudget beschlossen, das sparen soll bei der menschlichen Sicherheit. Im EU-Leo wachsen die schulden-finanzierten Verteidigungsbudgets kräftigst und das wird mit Zinses-Zinsen einen Rüstungsschulden-Kollaps nach sich ziehen, den Europa nicht einmal 1945 gesehen oder am Höhepunkt des kalten Krieges gesehen hat.
Eine Rezension des W&F-Dossiers 75 über Friedensdenken, zivile Konfliktbearbeitung und die Frage, warum echte Sicherheit nicht aus Angst, Aufrüstung und Feindbildern entsteht.
Das Dossier „Friedenslogik statt Sicherheitslogik“ erschien 2014. Heute, in Zeiten neuer Aufrüstung, Ukrainekrieg, Gaza-Krieg, geopolitischer Blockbildung und wachsender Angstpolitik, liest es sich wie ein Warntext aus der nahen Zukunft. Seine zentrale Fragen und Antworten bleiben hochaktuell: Macht uns Sicherheitslogik wirklich sicher oder treibt sie uns immer tiefer in Unsicherheit?
Update einiger Friedens-Termine in Wien – Sei dabei!
Demo gegen das nächste Budget des sozialen Kahlschlags
Auftakt: 10. Juni 2026, 17 Uhr, Christian-Broda-Platz, Wien Schlusskundgebung: ca. 19 Uhr, Heldenplatz
Treffpunkt für Versöhnungsbund-Menschen (und solche, die mit uns gemeinsam gehen wollen): 16:50 Uhr, Mariahilfer Str. 124 vor dem „BackWerk“
„Am 10.07. will die Bundesregierung vom Nationalrat ein neues Zwei-Jahres-Budget des sozialen Kahlschlags beschließen lassen. Gleichzeitig wird bei sinnlosen und teilweise ökologisch bedenklichen Infrastrukturprojekten wie neuen Autobahnen und Schnellstraßen ebenso wie bei der horrenden, angeblich notwendigen Aufrüstung kein Cent eingespart. Gekürzt wird also nur bei uns.
Wo genau, werden wir schon am 10.06. ziemlich genau wissen, da der Finanzminister an diesem Tag die Budgetrede im Nationalrat hält…
Wir fordern daher:
ein Nullbudget für Aufrüstung
den sofortigen Stopp unökologischer Verkehrsprojekte für den Individualverkehr und die Umwidmung der dafür vorgesehenen Mittel für einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und dessen Verbilligung bis dieser immer billiger und billiger wird
die Einführung einer progressiven Vermögens- und Erbschaftssteuer
die Abschaffung des Steuerprivilegs für Kapitaleinkommen – diese wie z.B. Gewinne oder Einkommen aus Privatstiftungen müssen genauso wie Einkommen aus Arbeit besteuert werden
einen Krisenkonsolidierungsbeitrag für Spitzenverdiener*innen
die vollständige Abschöpfung von Über- und Spekulationsgewinnen“
Vierzig Jahre nach Tschernobyl bleibt die Frage aktuell: Wie hängen Atomenergie, Krieg, Demokratie, Neutralität und soziale Sicherheit zusammen?
Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie und Krieg stellen Videos einer Wiener Podiumsdiskussion online. Die Botschaft: Tschernobyl ist nicht vorbei. Und im Krieg wird Atomkraft noch gefährlicher.
Vierzig Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl erinnern Gewerkschafter:innen gegen Atomenergie und Krieg daran, dass Atomenergie nie nur eine technische Frage war. Sie ist auch eine Frage von Demokratie, Krieg, Frieden, Sozialstaat und Neutralität. Die Videos einer Wiener Podiumsdiskussion mit Helga Kromp-Kolb, Nikolaus Müllner und Wilfried Leisch sind nun online abrufbar.
Am 26. April 1986 explodierte Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es war einer der schwersten Technik- und Politikunfälle der Moderne.
Der Streit um OpenAI zeigt eine größere Frage: Soll künstliche Intelligenz vor allem Konzernen nützen oder dem Gemeinwohl dienen?
Der Prozess um ChatGPT ist mehr als ein Streit zwischen Milliardären. Er zeigt:
Warum künstliche Intelligenz nicht nur schneller, billiger und mächtiger werden darf, sondern demokratisch kontrolliert, gemeinwohlorientiert und friedensfähig sein muss.
Elon Musk klagt gegen OpenAI, die Firma hinter ChatGPT. Es geht um Geld, Macht, Kontrolle und die Frage, ob künstliche Intelligenz dem Gemeinwohl dienen soll oder vor allem privaten Konzernen. Für Nutzerinnen und Nutzer ändert sich kurzfristig wenig. Für Demokratie, Frieden, Bildung, Medien und globale Gerechtigkeit steht aber viel auf dem Spiel.
Millionenshow für Friedensfans: 18, 21, 39 oder 52 – Warum Sicherheit oft klüger ist als Säbelrasseln?
Wie viele Länder kommen heute ohne Militär aus – 18, 21, 39 oder 52?
Quizfrage mit politischer Sprengkraft: Warum mehrere Antworten zugleich halb richtig wirken – und was Länder ohne Armee seit 1945 tatsächlich erlebt haben
Wer bei einer Quizshow sitzt, lernt schnell: Oft ist nicht die lauteste Antwort die richtige, sondern die sauberste. Genau so ist es bei der Frage, wie viele Länder heute ohne Militär auskommen. Je nach Zählung kursieren unterschiedliche Zahlen. Wer nur souveräne Staaten zählt, landet meist bei 21. Wer Staaten und Territorien zusammen zählt, kommt häufig auf 39. Deshalb wirken Zahlen wie 18, 21, 36, 39 oder sogar 52 manchmal plausibler, als sie auf den ersten Blick aussehen.
Die SJ Wien ruft am 30. April zu einem offenen Fackelzug für Frieden auf. Nach 5.500 Teilnehmenden im Vorjahr könnte Wien erneut ein starkes Zeichen gegen Aufrüstung setzen.
SPÖ-Jugend ruft zu offenem Friedensfackelzug in Wien Kann der 30. April zum Signal werden, dass Frieden, Abrüstung und Nachhaltigkeit wieder mehrheitsfähig werden?
Was in der Kriegsberichterstattung oft untergeht: Selbst vorsichtige Schätzungen zeigen ein Menschendrama von gewaltigem Ausmaß. Exakte Opferzahlen bleiben umkämpft. Doch die Größenordnung ist längst so erschütternd, dass niemand mehr von einem „normalen“ Krieg sprechen kann. Grundlage dieses Beitrags ist eine Zusammenstellung von Pazifist Becker die er mir kürzlich übermittelte. Ich habe daraus eine Grafik produziert: