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Stellt die Friedensfragen!

Die Wieder-Aufrüstung in Europa stoppen heißt den organisierten Wahnsinn stoppen

Erstellt am 07.04.2026 von Andreas Hermann Landl

StopRearmEurope – Mission Impossible

Aus einem Aufruf von anfangs mehr als 800 Organisationen ist laut Kampagnenseite inzwischen ein Netzwerk mit 2042 Unterzeichnern geworden. Einer davon bin ich. Die Bewegung wendet sich gegen den Kurs der EU, über Readiness 2030 und das SAFE-Instrument Hunderte Milliarden Euro für militärische Fähigkeiten zu mobilisieren.

Die eigentliche Frage lautet aber nicht nur:

  • Wer ist dafür und wer dagegen?
  • Sondern: Welche Behauptungen kursieren auf allen Seiten, welche Tricks werden benutzt, was ist nachprüfbar, wer profitiert wirklich und wie könnte eine vernünftigere Friedenspolitik für Europa und Eurasien aussehen? 
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Digitale Unabhängigkeit in der Praxis. Zum 4. Digital Independant Day #DID #DUT

Erstellt am 05.04.2026 von Viktor Weiert
Symbolic picture shows a newsrooms where independent Journalism is a public good when nuclear danger, climate crisis, and disinformation threaten demodratic judgment.

Morgen ist der 4. Digital Independence Day (DI.Day) bzw. Digitale Unabhängigkeitstag (DUT). Dass Europa sich von internationalen Plattformen, wie Meta, Google, Apple, Microsoft und Amazon unabhängig macht, ist aus verschiedenen Gründen ein Beitrag zum Frieden. Und dazu gehört nicht nur die digitale Souveränität der einzelnen Staaten bzw. der EU, sondern auch die Unabhängigkeit der einzelnen Bürgerinnen und Bürger. Denn je weniger Bürger:innen auf diese Plattformen angewiesen sind, desto weniger ist Europa erpressbar.

Der Gedanke digitaler Unabhängigkeit wird oft verkürzt auf Infrastruktur oder Marktanteile. Tatsächlich geht es um Machtverhältnisse. Wer Kommunikationsräume, Datenflüsse und zentrale Dienste kontrolliert, verfügt über strukturellen Einfluss – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Diese Abhängigkeiten entstehen nicht nur auf staatlicher Ebene, sondern im Alltag der Nutzer:innen.

Solange zentrale Funktionen – Kommunikation, Zusammenarbeit, Information, Speicherung – überwiegend über wenige außereuropäische Plattformen laufen, bleibt Europa in kritischen Bereichen verwundbar. Diese Verwundbarkeit ist nicht nur ein wirtschaftliches Risiko, sondern auch ein geopolitisches. Entscheidungen über Zugang, Sichtbarkeit oder Geschäftsbedingungen liegen außerhalb demokratischer Einflussmöglichkeiten.

Digitale Souveränität beginnt daher nicht erst bei staatlicher Infrastruktur, sondern bei der Nutzungspraxis. Je stärker Bürger:innen und Organisationen auf alternative, nachvollziehbare und rechtlich eingebettete Lösungen zurückgreifen, desto stabiler wird die Gesamtstruktur. Unabhängigkeit entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch Reduktion einseitiger Abhängigkeiten. Genau darin liegt ihr friedenspolitischer Kern: weniger Erpressbarkeit, mehr Handlungsspielraum.

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1500 Tage Ukraine-Krieg: Was Andrej Kurkow in Wien sagte und warum Europa jetzt genauer hinhören muss

Erstellt am 04.04.2026 von Andreas Hermann Landl

Im Bruno Kreisky Forum sprach Andrej Kurkow im November 2024 über den Alltag im Krieg. Am 4. April 2026 wirkt dieses Gespräch nicht alt, sondern erschreckend gegenwärtig: Die russische Vollinvasion dauert seit 1500 vergangenen Tagen, zählt man den heutigen Tag mit, ist es Kriegstag 1500. Rechnet man ab dem von der Ukraine markierten Beginn der russischen Aggression im Februar 2014, sind es 4426 vergangene Tage täglicher Tot und Verderben, mit heutigem Tag 4426. 

Manchmal altern politische Gespräche schnell. Dieses nicht. Als Andrej Kurkow am 22. November 2024 in Wien mit Tessa Szyszkowitz über sein Buch „Im täglichen Krieg“ sprach, war das schon ein starkes Zeitzeugnis. Heute ist es mehr: ein Dokument dafür, wie Krieg sich nicht nur durch Landschaften, sondern durch Schlafzimmer, Theaterabende, Freundschaften, Sprache und Nervenbahnen frisst. Gerade weil Europa sich an diesen Krieg zu gewöhnen droht, sollte man dieses Wiener Gespräch jetzt noch einmal hören.

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Wien im April 2026: 5 Termine gegen Aufrüstung und für Neutralität

Erstellt am 02.04.2026 von Andreas Hermann Landl

Während fast überall wieder mehr Waffen, mehr Abschreckung und mehr Kriegslogik als angebliche Lösung verkauft werden, regt sich auch in Wien Widerspruch. Im April 2026 gibt es mehrere Gelegenheiten, Menschen zu treffen, die auf Neutralität, Friedenspolitik, Abrüstung und zivilen Widerstand setzen. Die vier öffentlich angekündigten April-Termine wurden in den aktuellen Einträgen von Stimmen für Neutralität und Österreich ohne Armee veröffentlicht; die Podiumsdiskussion am 30. April wird zusätzlich vom Versöhnungsbund Österreich angekündigt. 

Die NATO knirscht, Europas Eliten reden sich in neuen Rüstungsrausch hinein, und wer für Frieden, Neutralität und Abrüstung eintritt, gilt schnell als weltfremd. Gerade deshalb lohnt der Blick auf Wien: Auch hier gibt es im April 2026 Menschen, die aus dem organisierten Wahnsinn aussteigen wollen.

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Journalism Isn’t Optional: Why Independent Media Is Essential in an Age of Nuclear Risk and Disinformation

Erstellt am 31.03.2026 von Andreas Hermann Landl
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As nuclear danger rises, climate breakdown accelerates, and new technologies outpace public control, independent journalism becomes more than a profession. It becomes part of humanity’s survival infrastructure. The example of the Bulletin of the Atomic Scientists shows why fact-based, nonprofit media are indispensable when public debate is flooded with noise, pressure, and disinformation.

Journalism Isn’t Optional. It Is Essential

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Rutger Bregman: Die Entdeckung des Jahrzehnts für Friedensbewegte

Erstellt am von Andreas Hermann Landl
Rutger Bregman in modernem Arbeitsraum vor Glaswand mit Diagrammen zu globaler Kooperation und Netzwerken

Ein neues Menschenbild für die Friedensarbeit: Kooperation, Vertrauen und empirisches Denken statt Zynismus.

Warum ein Historiker das Menschenbild der Friedensarbeit neu justiert und damit konkrete politische Folgen hat?

Viele in der Friedensbewegung kennen heute Alfred H. Fried oder Johan Galtung. Doch ein neuer, überraschend klarer Denker bringt frischen Wind in zentrale Fragen der Macht- und Friedenspolitik: Rutger Bregman.

Seine Botschaft ist einfach und folgenreich:

Der Mensch ist kooperativer, als wir glauben.

Und genau darin liegt eine realistische Chance für Frieden.

Ein später Fund mit Kraft

Nach 24 Jahren Friedensnews passiert etwas Seltenes und Erfreuliches:

Wir können einen Kopf, der nicht aus der klassischen Friedensforschung kommt und dennoch einen blinden Fleck der Friedenstauben fruchtbar verkleinert.

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Warum Arnold Schwarzenegger und Gandhi zum Bike Festival Wien ab 28. März radeln würden

Erstellt am 26.03.2026 von Andreas Hermann Landl

Weil das Fahrrad zugleich Muskelkraft, Freiheitsgefühl, Klimaschutz, weniger Öl-Abhängigkeit und mehr Frieden auf die Straße bringt. Wien ist beim Radfahren schon stark besser geworden. Aber bis zur Radmetropole Nummer 1 der Welt ist noch viel Luft nach oben.

Arnold Schwarzenegger würde sagen: Beweg dich.
Gandhi würde sagen: Sei die Veränderung.

Auf dem Fahrrad trifft sich beides.

Jeder Weg, der nicht mit Benzin oder Diesel gefahren wird, spart Geld, Öl, Lärm, Dreck und Treibhausgase. In den Jahrzehnten von Klimakrise, verschärften – vor allem fossilen – Rohstoffkonflikten und teurer fossiler Abhängigkeit ist das Rad besonders heute keine Nebensache. Es ist ein „stilles aber in Summe starkes Friedensprojekt“ auf zwei Rädern.


Wien hat beim Radverkehr zuletzt deutlich zugelegt: Der Fahrrad-Anteil an den Wegen stieg auf 11 Prozent, der Auto-Anteil sank auf 25 Prozent. Im Copenhagenize Index 2025 liegt Wien aber erst auf Rang 19, während Utrecht weltweit auf Platz 1 steht. 

Warum Gandhi kommen würde

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Friedensbewegung 2026: Sie lebt noch – aber sie ist zu zerstreut, um die Aufrüstung zu bremsen

Erstellt am 24.03.2026 von Andreas Hermann Landl

In Österreich und Deutschland gibt es weiter Ostermärsche, Friedensinitiativen, Lernorte und Debatten. Doch aus vielen kleinen, richtigen Aktivitäten entsteht noch zu wenig gemeinsame politische Kraft.

Die Friedensbewegung ist im Frühjahr 2026 weder tot noch völlig unsichtbar. In Wien, Stadtschlaining und vielen deutschen Städten gibt es weiter Termine, Proteste, Bildungsangebote und öffentliche Zeichen gegen Militarisierung und Krieg. Das eigentliche Problem ist ein anderes: Vieles bleibt lokal, kleinteilig und medial zu schwach gebündelt. Gerade in einer Zeit neuer Aufrüstung bräuchte es aber das Gegenteil: mehr gemeinsame Sichtbarkeit, mehr verständliche Sprache und mehr praktische Zusammenarbeit. 

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Sicherheit statt Öl- und Gasfallen-Romantik

Erstellt am 23.03.2026 von Andreas Hermann Landl
Illustration zur friedlichen Sicherheitspolitik in Europa: links Krieg, fossile Abhängigkeit, Öl, Rauch und Zerstörung, rechts eine lebenswerte Zukunft mit Photovoltaik, Windkraft, Bahn, Bus, Fahrrad, Gärten und dezentraler Energieversorgung. Die Bildaussage: echte Sicherheit entsteht durch Öko-Offensive statt durch Aufrüstung und fossile Abhängigkeit.

Warum Österreich jetzt eine gründliche Öko-Offensive mit friedlichen Mitteln braucht statt Pseudo-Sicherheit durch neuen Rüstungswettlauf?

Wer Frieden, Freiheit und echte Krisenfestigkeit will, muss fossile Abhängigkeit endlich entschlossen abbauen und Photovoltaik, Speicher, Wärmewende, öffentlichen Verkehr und saubere Mobilität massiv beschleunigen statt Milliarden in neue Aufrüstungsideologien zu lenken.

Österreich hat sich 2015 mit der Agenda 2030 zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bekannt.

Doch die Ereignisse seit Ende Feber zeigen: Wer Nachhaltigkeit verspricht und zugleich fossile Abhängigkeiten zu lange mitträgt, schwächt nicht nur das Klima, sondern auch Sicherheit, Souveränität und soziale Stabilität.

Echte Sicherheit entsteht heute nicht durch Öl- und Gasfallen-Romantik und auch nicht durch den eher kopflosen Rüstungsrausch in Europa und Österreich, sondern durch eine gründliche Öko-Offensive mit friedlichen Mitteln. 

Trump belegt was rauskommt wenn man einfach draufhaut ohne Marshallplan etc. Und wir werden sehen, dass wir leider wieder viel zu spät für unsere nachhaltige Sicherheit gesorgt haben. Aber wer wenn nicht wir könnte das ändern?

Sicherheit im Frühling 2026 neu denken

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Pazifist Yurii Sheliazhenko wieder frei

Erstellt am von Andreas Hermann Landl

Der Fall zeigt, wie eng der Raum für pazifistische Stimmen in der Ukraine geworden ist

Ein ukrainischer Kriegsdienstverweigerer wurde festgesetzt, in ein Rekrutierungsumfeld gebracht und wenige Tage später freigelassen – mit einigen Verletzungen.

Der Fall sollte in Europa und in der UNO kein Randthema spielen.

Er berührt

  • Gewissensfreiheit
  • Rechtsstaat (Peace & Rule of Law – SDG 16) und
  • die Frage, wie viel ziviler Widerspruch in einem Krieg noch geduldet werden muss, wenn man die Menschenrechte nicht nur im Munde führt, wenn es einem in den Kram passt. 

Yurii Sheliazhenko ist wieder frei!

Das ist die gute Nachricht.

Die schlechte lautet: Seine Festsetzung am 19. März 2026 war nach Darstellung mehrerer internationaler Organisationen mit schweren Rechtsverstößen verbunden, und die Gefahr weiterer Verfolgung ist nicht vorbei.

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