Nein das ist nicht Ingeborg Bachmann. Sie stellte scharfsinnig schon nach 1945 fest dass der Krieg eigentlich nur die Form wechselte. Ein Frieden mit stehenden Armeen verdient den Namen. Immanuel Kant stellte das gleich zu Beginn zu seiner epochalen Schrift „Zum ewigen Frieden“, 1795, fest.
Wer ist die Dumpfbacke die uns mehr als 200 Jahre in die unsägliche nationalstaatliche Geschichte zurück werfen möchte:
Mit obigem Sager erklärte Polens Premier Donald Tusk am 29. September 2025 beim Warschauer Sicherheitsforum den Ukrainekrieg zur identitätsstiftenden Dauerlage – und lieferte damit den Soundtrack für eine Politik, die Aufrüstung als Normalzustand verkauft.
Genau gegen diese schleichende Gewöhnung an den Ausnahmezustand richtet sich der neue Sammelband „Militarisierung der Gesellschaft. Von der Glückssüchtigkeit zur Kriegsbereitschaft“ (Hg. Klaus-Jürgen Bruder u.a.). Er fragt:
Welche psychologischen Mechanismen,
welche Medienlogiken und
welche Sprachbilder machen aus Angst Zustimmung – und
aus Zustimmung Kriegsbereitschaft?
„Denn was sich hier zusammenbraut, davor es selbst dem Teufel graut“. Zuerst seit Fall der Mauer wieder Aufrüsten und sich strukturell verwundbar machen und dann behaupten ohne Heere und Aufrüstung kein Frieden und alle Pazifisten sind blöde, feig, … – na gehts noch meine Damen und Herrn?
So einen starken Schluss habe ich schon lange nicht mehr in einem Buch gelesen! (Michael Schneider/Connie Kunze: Disput vor der Himmelspforte – Eine satirische Inspektion … frei nach Goethe … – S. 259)
Wer der Kriegseuphorie etwas entgegensetzen will, findet hier Material für Gegenfragen, Gegenargumente – und für eine Debatte, die nicht im Schützengraben endet, sondern bei Demokratie, Sozialstaat und Menschenwürde beginnt. Wie sang John Lennon 1971: War is over – if we want … Als Draufgabe gibt also hier noch das zeitlos klassische Anti-Kriegs-Originalsvideo von John und Yokos Plasticband:
„Der russische Überfall auf die Ukraine läutete 2022 eine Zeitenwende ein, doch mittlerweile stehen wir bereits vor einem Zeiten-Ende: Vorbei ist eine 80 Jahre dauernde Periode, in denen der Westen Europas auf die USA als loyalen Partner in wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Belangen bauen konnte. Stattdessen formt sich vor unseren Augen eine neue autokratische Achse zwischen Trump und Putin, die die aufgeklärte EU und ihre Ideale zu zerreiben droht – von außen und von innen.
Mithilfe willfähriger rechter Parteien in Europa spalten sie die Werte von Freiheit und Rechtsstaat und wollen so die europäische Allianz zerstören. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob das europäische Werk für Frieden und Versöhnung, das als Folge des Zweiten Weltkriegs ins Leben gerufen wurde, bestehen bleibt. Helmut Brandstätter nimmt uns mit hinter die Kulissen des Europäischen Parlaments und deckt die Mechanismen auf, mit denen Trump, Putin und Europas Rechte die EU zersetzen wollen – und zeigt, wie sich Europa dagegen wehren kann.“
Trump, Putin und ihre Marionetten – warum Europas Demokratie jetzt Wehrhaftigkeit braucht
In: Kürze Brandstätter analysiert Putins Einflussnetzwerke, Trumps Rolle und Europas rechte “Andockstellen” – mit Blick aus dem Europäischen Parlament.
Giuliano da Empoli, Die Stunde der Raubtiere. Macht und Gewalt der neuen Fuersten. Aus dem Franzoesischen von Michaela Messner. C.H. Beck, 2025, 127 Seiten.
Ein schmales Buch, das sich anfühlt wie ein Scheinwerfer auf die Hinterbühne der Weltpolitik.
Da Empoli zeigt, wie Autokraten, Oligarchen und Tech-Macht ihre Ziele nicht trotz, sondern gerade wegen Chaos, Grausamkeit und Regelbruch erreichen.
Warum gemeinnütziges Community-Radio ein demokratisches Basis-Grundnahrungsmittel für globale denkende und lokal handeln Weltbürger*innen ist
Wien sollte eigentlich im Angesicht der US-Digi-Konzern-Gierschlünde an der richtigen Stelle in Zukunft investieren statt sparen bei den günstigsten Institutionen der Demokratie und des Menschenrechtes der Pressefreiheit. Bereits jetzt trifft es existenzbedrohend ein Medium, das viele Wienerinnen und Wiener wohl erst dann bitter vermissen werden, wenn es weg ist: ORANGE 94.0.
Laut Senders und Medienberichten wird die Förderung aus dem Bildungsressort der Stadt Wien für 2026 um fast 2/3 reduziert und soll 2027 total beendet werden!
I think, … he will invade Greenland and highcheck snowmans – because they are all part of the woke EU-Venezuelas breaking bad stratedgy – „for sure“. His greatest idea ever!
The U.S.-Venezuela conflict escalates as the Department of Homeland Security TikTok-ifies the seizing of an oil tanker, and Trump can’t resist taking credit for the “Captain Phillips” moment. Plus, the State Department bans the font Calibri for being “too woke,” and Michael Kosta unpacks the new beef between conservatives and the font’s creator. #DailyShow#MichaelKosta#Venezuela#Fonts
Brendan Mackey Direktor des Climate Action Beacon an der Griffith University, Australien:
„Die COP30 kann das 1,5-Grad-Ziel nicht erreichen, solange militärische Emissionen nicht berücksichtigt werden.“
Das Militär ist einer der größten Verursacher von Umweltverschmutzung weltweit, bleibt aber seit Jahrzehnten von der Klimaberichterstattung ausgenommen. Dadurch entsteht ein tödlicher blinder Fleck, der den gesamten Fahrplan der seit Rio alle Klimakonferenzen gefährdet und auch COP30 wieder zur Farce werden ließ. Die Natur wird wohl letztlich auch die Klima-Versager in Politik und Militär weltweit gewaltig Strafen.
„Bombardiro Amazónico“ steht als überdrehtes Klimamonster für Öl, Waldbrände und heiße Luft bei Klimaversprechen. Das Meme-Teaserbild zur COP30 in Belém zeigt im Vier-Panel-Stil den Konflikt zwischen weiter verbrennen und einer jungen Generation, die endlich echte Abrüstung der Emissionen fordert.
Zum ersten Mal tagte eine Weltklimakonferenz mitten im Amazonasgebiet. COP30 in Belém könnte zur „Klimakonferenz der Wahrheit“ werden – oder zur nächsten großen Beruhigungstablette.
Was wäre politisch maximal möglich gewesen, wenn alle Staaten ihre Spielräume wirklich ausgeschöpft hätten? Und welche Entscheidungen wären aus friedensjournalistischer Sicht die eigentlichen Prüfsteine?
Aktuell: Der Sturm, der kein Veto kennt und zeigt wie die Klimakatastrophe immer neue Rekorde bricht.
Schätzung für Melissa: ein starker Kategorie-5-Hurrikan wie Melissa plausibel im Bereich 0,8 bis 1,6 Millionen Hiroshima-Bomben pro Tag, je nachdem, wie groß das System war und wie lange es in Spitzenintensität blieb. Die Wert von meiner Grafik von gestern sind nur mehr die Untergrenze!
Am 29. Oktober 2025 traf Hurrikan Melissa als Kategorie-5-Monster auf Jamaika – mit Windgeschwindigkeiten bis 300 km/h und einem Druck von 892 mbar, dem drittniedrigsten, der je in der Karibik gemessen wurde. Ganze Regionen im Westen der Insel erlitten laut Behörden „totale Verwüstung“, Dutzende Menschen starben, die wirtschaftlichen Schäden werden auf über 50 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Melissa zog anschließend weiter nach Kuba und zeigt, was „Energieentladung“ im Klimazeitalter wirklich bedeutet: kein Feind, kein Kompromiss – nur physikalische Konsequenzen.
Wenn der Planet zu beben beginnt, helfen keine Panzer. Warum das Klima längst mehr zerstörerische Energie freisetzt als alle Armeen der Welt zusammen – und warum die UNO handeln muss, bevor die Natur das Veto übernimmt.
Während die Veto-Mächte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNO) mit ihren geopolitischen Schachzügen beschäftigt sind, läuft im Hintergrund ein anderer, ungleich größerer Krieg: der Krieg gegen die planetaren Grenzen. Er wird nicht nur von Generälen geführt, sondern von der Ganzen Menschheit gegen die restliche Natur: Sie antwortet mit Hitze, Wasser, Wind und Eis – und ihre „Waffen“ und Gigakräfte sind chemisch, physikalisch und biologisch. Ist unsere Politik vollkommen egal. Die hat ihre Naturgesetze und belohnt langfristig nur Kooperation.
1 Hurrikan kann derzeit nach 200 Jahren Industrialisierung bis zu 1 600 000 eine Zerstörungskraft von Hiroshima-Bomben verbreiten
Analyse-Artikel – prägnant, faktenbasiert und auf friedenspolitische Handlungsoptionen fokussiert.
Lehren aus dem Ukrainekrieg für Europas Prävention mit friedlichen Mitteln
Der Angriff auf die Ukraine war kein Naturereignis. Ein Bündel friedlicher Maßnahmen – von kooperativer Sicherheitsordnung über Energie-Entflechtung bis hin zu ziviler Resilienz – hätte Putins Eskalationskosten rechtzeitig äußerst wirksam erhöhen können. Was Europa, die USA und die Ukraine daraus für die Zukunft lernen müssen damit der Rüstungswahnsinn und die Naturzerstörung gestoppt werden kann.